Mo, 06.05.2019

„Schüler im Chefsessel“. Was ich bei blackprint Booster in Frankfurt lernen konnte.

„Als Mitglied der jungen Generation neuer Unternehmer will ich auch dir, lieber Leonard, diese Frage stellen: Macht es dir nicht Angst, wie rasant neue Technologien sich weiterentwickeln?“ Na, diese Frage war definitiv eine Überraschung für mich. Aber als „Schüler im Chefsessel“ durfte ich sie auch mal vor einem kleinen Publikum beantworten. Und wie und warum das so war, das erzähle ich jetzt.

Am 6.5 hatte ich die Gelegenheit, einen „Tag im Chefsessel“ bei Alexander Ubach-Utermöhl, dem Chef des Unternehmens „blackprint Booster GmbH“ in Frankfurt zu verbringen. Aufmerksam und motiviert hat mich zu meiner Bewerbung Herr Rauh, der wie immer fleißig mit textete und mit fieberte.

Mit dem Projekt „Schüler im Chefsessel“ wollen DIE JUNGEN UNTERNEHMER eine Brücke zwischen Schule und Wirtschaft bauen und Schülern ein realistisches Bild des Unternehmerberufs vermitteln. Das Projekt findet als Wettbewerb unter Schülern ab 15 Jahren statt. Diese begleiten einen Unternehmer einen Tag lang in seiner Firma. Sie lernen den Betrieb und seine Mitarbeiter kennen, nehmen an Beratungen und Kundengesprächen teil. Über ihren Praxistag schreiben die Schüler Aufsätze, die von einer regionalen Jury bewertet und prämiert werden.

Blackprint Booster vermittelt in dem „Accelerator Programm“ Unternehmen aus der PropTech-Branche an Unternehmen aus der Corporate Welt und anders herum. Diese Unternehmen profitieren dann gegenseitig: Die PropTech-Startups erhalten erste Verbindungen und finanzielle Mittel und die Corporates können die Digitalisierung ihrer Unternehmen vorantreiben und neue Kooperationspartner finden, was ihr Geschäftsmodell zukunftssicherer macht.

Das Unternehmen Blackprint Booster ist im TechQuartier in Frankfurt angesiedelt, wo für Startups direkt in der Frankfurter Innenstadt Co-Working-Spaces angeboten werden. Diese Co-Working-Areas ermöglichen das Arbeiten in einer gelassenen, aber trotzdem sehr produktiven Stimmung, welche auch vom Chef Alexander Ubach-Utermöhl widergespiegelt wird. Er bot mir direkt das „du“ an und sagte, ich solle ihn einfach Alex nennen, was die Stimmung bei unserem Gespräch, ganz am Anfang des Tages, lockerte.

Mein Schnuppertag startete um 9:00 Uhr. Im Bereich von blackprint waren nur wenige Mitarbeiter schon anwesend. Nach einem kleinen Schluck Kaffee kam Jill Herpich, welche im Vorfeld mit mir Kontakt hatte und mir eine kleine Führung durch das beeindruckende TechQuartier gab. Im TechQuartier gibt es natürlich auch alle typischen Startup-Extras, wie Hängematten und Schlafkabinen. Außerdem ist der Großteil der Arbeitenden im TechQuartier sehr jung und viele reden auf Englisch. Insgesamt herrscht eine sehr ansprechende Stimmung und man hat das Gefühl, dass alle Spaß an ihrer Arbeit haben, was man auch an dem häufigen Gelächter merkt.

Im Anschluss an die Führung hatte ich ein kurzes Gespräch mit Alex, der sich selbst vorgestellte, und mich über meine Motivation fragte, an Schüler im Chefsessel teilzunehmen. Er erklärte mir noch das Geschäftsmodell von blackprint Booster und wie er dazu gekommen ist ein Unternehmen zu gründen. Nach einem Gespräch mit Dr. Hans-Volkert Volckens, Head of Real Estate bei einem großen Beratungsunternehmen, einem der Highlights meines Tages bei blackprint,  kam Steffen Meffert, CEO von Immobilien Service Deutschland (ISD).

Anschließend fand das Event statt, worauf ich mich schon sehr gefreut hatte. Und meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der sogenannte Innovation Day unter dem Namen „Digitaliseor Die“ war eine Konferenz von blackprint Booster in Kooperation mit der Akademie für Immobilienwirtschaft, bei der den Teilnehmern die PropTech Branche erklärt wird.

Nach einer kurzen Einleitung folgten mehrere Startups, wie zum Beispiel Daniel Kuczaj von Roomhero. Jakob Schulz von blackprint stellte weitere Fakten zur PropTech Branche vor, und es informierten die Corporates wie beispielsweise Commerz Real. Am Ende des informativen Teils des Events wurde ich von Alex auf die Bühne gewunken und bekam eine Urkunde überreicht. Dann stellte er mir noch die Frage, ob es mir Angst mache, wie rasant neue Technologien und Helfer (wie beispielsweise Künstliche Intelligenzen) die Welt veränderten.

Ich finde, dass der Tag bei blackprint Booster ein voller Erfolg war, besonders weil ich am Innovation Day teilnehmen konnte, was definitiv mein schönstes Erlebnis des Tages war. Insgesamt war der Tag im Unternehmen auch ein Hauptgewinn, da ich so viel gelernt habe. Das ist auch der Grund, warum ich an Schüler im Chefsessel teilnehmen wollte.

Ich danke den Jungen Unternehmern, blackprint Booster und vor allem Alexander Ubach-Utermöhl für den spannenden Tag! Es war ein voller Erfolg!

Leonard Hoch, E2

 

P.S. Der Preis für einen der besten Essays, mit einer Fahrt nach Berlin dotiert,  ist  - dank Leonard Hoch - auch schon am Hansenberg, Paul Rauh