Do, 11.02.2021

Engagierte Schülerteams entwickeln in Jahresprojekten neue Lösungen für Alltagsprobleme

Erfolge und Probleme für innovative Ideen in Schulen in Coronazeiten

(pr) Gibt es auch gute Nachrichten aus Schulen derzeit? Ja, z.B. nach Aussage von Robert Schöniger, 17 Jahre, Schülerforschungsteam „MyTrest“ aus Geisenheim: „Wir machen aus Trester und Pilzmycel umweltfreundliche Verpackungen, kompostierbar und flexibel zu einem fairen Preis!“ Die vier jungen Menschen des Teams haben erstaunliche Ideen, aber die Corona-Krise erschwert die Umsetzung, so Schöniger. Aber da helfen die modernen Kommunikationsmedien für erstaunliche, pfiffige Ideen, auch jenseits des Online-Unterrichts.

Insgesamt vier Teams mit 15 SchülerInnen der Internatsschule Hansenberg in Geisenheim seien zu Schuljahresbeginn beim Bundeswettbewerb JUGEND GRÜNDET angetreten, so die Projektleiter Kerstin Nowak und Paul Rauh. Und alle vier Teams seien unter 700 Einsendungen jetzt für das Zwischenfinale qualifiziert. Im Ranking der besten Businesspläne stünden sie auf Plätzen 4, 6, 9 und 11. Dass alle vier teilnehmenden Teams sich im renommierten Wettbewerb qualifizieren, das sei auch für das Elitegymnasium im schönen Rheingau eine Premiere. Die Schule sei seit 2004 regelmäßig mit Schülern aus Kl. 10 an diesem Wirtschaftsjahresprojekt dabei.

Erst im Dezember hatte das Oberstufengymnasium mit Internat für ca. 200 besonders leistungsmotivierte Schülerinnen und Schüler den Preis von „StartUp Teens“ als erste Schule nach Hessen geholt (wir berichteten). Der StartUp Teens Award lobe, so die beiden Lehrkräfte für Politik und Wirtschaft, die systematische, integrierte und besonders nachhaltige Projektarbeit an der Schnittstelle von HighTech und Wissenschaft, und den so nötigen neuen Ideen für Deutschland.

In Jugend gründet, einem kreativen Businessplan- und Planspiel- Wettbewerb für SchülerInnen und Auszubildende, werden (laut Informationen der Homepage von Jugend gründet) in zwei Phasen zunächst gute Businessideen „erfunden“, und dann spielerisch in 8 fiktiven Geschäftsjahren durch das Hoch und Tief der Konjunktur geführt. Jugend gründet wird seit 2003 unterstützt vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung). 2015 wurde das Wettbewerbskonzept am Hansenberg mit dem Award „Jugend gründet - Schule des Jahres“ ausgezeichnet.

In diesem Jahr haben, so die Lehrkräfte Nowak und Rauh, vier Jugend gründet-Teams vom Hansenberg ambitionierte Ideen in einem professionellen Businessplan recherchiert, und mit Quellen, Daten und Fakten belegt. So z.B. das Team 1 namens  ITER-Tourism. Die drei Teammitglieder wollen nach eigener Darstellung das Reisen verändern. ITER will mit seiner App Reisen einfacher, sozialer, und informativer machen. Team 2 unterstütze mit seiner Idee die lokalen Unternehmen, so der Sprecher Bennet Haeberlin. Das Produkt „HereBuy“ nutze den Slogan: Buy nearby with HereBuy! Team 3 entwickele eine spielerische App, genannt „Need Of World“ oder kurz „NoW“. Carolin Stotz und Lara Hess hegen die Vision: Das Spiel das Umweltbewusstsein fördern, die Erde grüner machen. Der Slogan des Zweierteams: „Ein kleines Spiel für den Menschen, aber ein riesiger Schritt für die Erde. NoW!“ Team 4 trägt den Firmennamen “MyTrest”. Mit  ihrer Geschäftsidee verbinden die vier 17-Jährigen die Vision, die Welt von umweltschädlichen Verpackungen zu befreien und die Umwelt zu schützen. Überall spürt man die Sorge der jungen Menschen um Natur und Umwelt.

 

Hansenberg habe aber schon die zweite Staffel „innovativer Ideen“ in Arbeit. Die fortgeschrittenen 11. Klassen arbeiteten in den Jahresprojekten „business@school“ und „Deutscher Gründerpreis für Schüler“ an real umsetzbaren Ideen aus Wissenschaft und Technik. Bis Mai müssten die Recherchen und Gespräche mit externen Experten fertig sein, damit die Ergebnisse je vor einer Fachjury geprüft werden könnten. Lehrerin Kerstin Nowak erläutert, gerade hätten die drei business@school Teams die betriebswirtschaftliche Analyse eines regionalen Unternehmens abgeschlossen, und das Rüdesheimer Schloss, Rheingau-Apotheke und Backstube Drews einer kritischen Jury präsentiert. Nun gehe es an den letzten Schliff von drei eigenen Geschäftsideen, die gezielt „Digitalisierung“ befördern wollten. Lehrer a.D. Paul Rauh begleitet die vier noch fiktiven Ideen der Teams im Dt. Gründerpreis: eine Software zur „Berufsberatung“ junger Menschen, ein Desinfektionsgerät für FFP2- Masken, eine Software zur Kompensation von CO2 durch Geldspende beim Onlineshopping, und eine Idee für eine Biomembran zur Filterung von Mikroplastik aus Trinkwasser.

Schulleiter Thomas Heins, selbst Naturwissenschaftler (Mathe/Physik), zeigte sich hoch erfreut über die innovativen Lösungen der vielen Schülerteams, die sich eigeninitiativ den unterschiedlichsten Wettbewerben stellten. Gleichzeitig lobte er die engagierte Begleitung der verschiedenen Teams durch die Lehrkräfte der Schule. In Coronazeiten seien zwar viele Probleme zu lösen, aber es gebe auch sehr gute neue Lösungen für die kleinen und großen Herausforderungen unserer Welt.

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