· 09. - 13.04.2018

Laborpraktikum am Life Science Lab des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg

In der diesjährigen Q+ haben wir zu acht ein einwöchiges Praktikum am Life Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) absolvieren dürfen. Dabei haben wir nicht nur das DKFZ, sondern auch die Arbeit im Labor kennengelernt.
Im Labor haben wir uns mit Apoptose und Nekrose (selbst initiiertem und von außen beeinflusster Zelltod) und dem Kultivieren und Färben von Zellen beschäftigt. Es bedurfte drei Tage genauester Laborarbeit, bis die Zellkulturen auf den Deckgläschen anwuchsen, die wir später unter dem Fluoreszenzmikroskop beobachten konnten. Außerdem haben wir uns mit der Gelelektrophorese von zwei verschiedenen Bakterien beschäftigt. Bei beiden Bakterien haben wir mithilfe dieser Methode die Länge der Plasmide bestimmt, sowohl vor der Verdauung von Enzymen als auch danach.

Neben der Laborarbeit haben wir außerdem die Möglichkeit bekommen, verschiedene Abteilungen des DKFZ zu besuchen, unter anderem den Krebsinformationsdienst. Dieser informiert Menschen über Krebs und bietet Telefonate, bei denen man sich spezifisch über Fragen zu der Krankheit informieren lassen kann. Außerdem haben wir die Arbeit am Elektronenmikroskop kennengelernt, welche vor allem durch das Anfertigen von Präparaten geprägt ist. Zu unserer großen Überraschung wird diese Technik mittlerweile kaum noch genutzt. Auch den „Tierstall“ durften wir im Rahmen des Praktikums besichtigen, in dem Versuchstiere aufgezogen und gehalten werden. Dieser Anblick hat bei vielen für sehr gespaltene Gefühle gesorgt und auch in der Öffentlichkeit werden Tierversuche nach wie vor vielschichtig diskutiert.
Besonders interessant waren für uns auch der Besuch in der Medizintechnik und am 7-Tesla-MRT. In der Medizintechnik werden Körpermodelle angefertigt, welche in einem MRT genau so aussehen wie echte menschliche Körperteile. Sie müssen also nicht nur die gleiche Form haben, sondern auch die gleichen Konsistenzen. Außerdem müssen sie dicht sein, um mithilfe von Wasser den Blutfluss simulieren zu können. Das 7-Tesla-MRT ist erst seit kurzem in Kliniken zugelassen (die 7-Tesla beschreiben die Feldstärke des Magneten, bisher gab es in Kliniken 1,5 oder 3-Tesla MRTs). Der Magnet ist so stark, dass wir einen mit Nägeln gespickten Ball an einer Schnur am Eingang des MRTs fliegen lassen konnten, und auch die Gürtel-Schnallen die sich wie von selbst drehten, wenn man sich vor dem MRT umdrehte. Es war für alle eine sehr lustige Erfahrung.

Alles in allem hat dieses Praktikum für einige von uns den Wünsch gefestigt, Medizin zu studieren, und einige dazu gebracht die Studienwahl zu überdenken. Es war sehr schön, ganz verschiedene Einblicke zu gewinnen, und wir hatte gerade auf Grund einer sehr liebevollen Betreuung unserer Gruppe eine sehr schöne und auch spannende Zeit.

Neben dem Praktikum war es außerdem schön, die freie Zeit gemeinsam in der Heidelberger Innenstadt verbringen zu können. Besonders war hierbei vor allem ein vom Alumni-Verein organisiertes Treffen mit ehemaligen Hansenbergen, die mittlerweile in Heidelberg studieren. Es sind wirklich viele Leute gekommen und man hat auch hier auf sehr entspannte Weise noch tolle Einblicke bekommen können.

Nathalie Grünsteudel (Q4)

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