"In unserer Schule sollen ein Zimmer, ein Garten, Tisch und Bett, die Einsamkeit, die Geselligkeit, der Morgen und der Abend, alle Stunden einerlei sein: jeder Ort ein Studierzimmer – denn die Philosophie, die als die Bildnerin des Urteils und der Sitten ihr Hauptfach ist, hat das Privileg, überall dabei zu sein." Montaigne , Über die Kindererziehung

Ein altes Zitat – zugegeben, aber warum nicht von den Alten lernen, zumal, wenn sie so jugendlich daherkommen... (Dem Montaigne merkt man seine 450 Jahre nicht an!) Ich selbst habe mich mit meinen Fächern Philosophie, Ethik und Geschichte sozusagen professionell dem "von den Alten lernen" verschrieben. Gelernt habe ich diese Kunst in meinem Studium in Gießen, Bordeaux und Mainz, sie zu lehren in meiner Ausbildung in Leipzig.

Von den Alten lernen heißt nicht das Alte lernen: Montaignes Begriff von Schule ist provokant wie seit je! Schule, das ist bei ihm drinnen und draußen, das bin ich und sind die anderen, das ist zu jeder Tages- und Nachtzeit. Schule, das ist Selbststudium am Schreibtisch in der WG, das ist die Diskussion am Runden Tisch im Turmzimmer im Schloss, das sind die neuesten Neuigkeiten am Mensatisch. Für Montaigne gehört sogar, was man so alles im Bett machen kann, zur Schule... Eine solche Schule ist das Leben. Kann der Hansenberg so eine Schule sein?

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