Internatsschule Schloss Hansenberg

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Schule

POLIS

In der diesjährigen Projektphase 13.3 besuchten einige von uns das Projekt „Politik und Internationale Sicherheit”.

Zu Beginn der Woche waren wir voller gespannter und auch etwas ungewisser Erwartungen, was uns begegnen würde. Insgesamt erwies sich dieses Projekt dann als ein Glücksfall, und als sehr interessant und bereichernd.

Die Woche begann mit dem Besuch des „Point Alpha” in der Nähe Fuldas. Dort hatten wir während einer Führung die Möglichkeit, etwas über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, die ausgeklügelten (Mauersicherungs-) Methoden der StaSi und über die amerikanische Besatzung während des Kalten Krieges zu erfahren. Anschließend übernachteten wir (insgesamt von Montag bis Mittwoch) in einer Bundeswehrkaserne in Storkow nahe Berlin, in der wir vor Ort das Leben und Arbeiten innerhalb der Bundeswehr kennen lernen durften.

Am zweiten Tag besuchten wir den Stützpunkt der „Multinational Corps North East” (kurz: MCNE) in Stettin (Polen), einer von der NATO unterstützten Einheit. Dort erfuhren wir etwas zum Aufbau der MCNE und hörten einen interessanten Bericht über den Afghanistan-Einsatz von einem Soldaten, der selber in Auftrag der MCNE vor Ort war. Das Programm endete nach einer kurzen Besichtigung Stettins.

Mittwochs erfuhren wir im Rahmen unseres Aufenthalts in der Bundeswehrkaserne einiges über „Technik und Kommunikation” innerhalb der Bundeswehr, über die Methoden der Tarnung und über die Ausbildung der Soldaten und Auslandseinsätze. Abgerundet wurden diese Eindrücke von einem Vortrag von Major Poppel, der als UN-Beobachter im Sudan tätig war. Wir hörten einen authentischen und beeindruckenden Bericht über die zivilen Methoden der Friedenserhaltung, über die Entmutigungen aber auch über die Erfolge, die sich während jenes Einsatzes ereigneten. Gegen Ende dieses Tages fuhren wir, gefüllt von vielen Eindrücken und sicher auch etwas nachdenklich, zurück zum Hansenberg.

Der Donnerstag begann mit dem Besuch des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn. Dort sprachen wir mit dem Pressesprecher des Ministeriums über all unsere Fragen zum Thema „Bundeswehr” und vor allem zum Thema „Afghanistan-Einsatz”. Mittags besuchten wir nach einer kurzen Pause das „Haus der Geschichte” in Bonn, bei dem wir uns im Rahmen von Gruppenarbeiten weiter zum Thema „Kalter Krieg” informierten. Nachmittags wurden wir im Ahrtal durch einen ehemaligen Regierungsbunker geführt. Diese Führung ergänzte unser in der Woche erlangtes Wissen vom „Kalten Krieg” und verdeutlichte die zahlreichen politischen Überlegungen, Methoden und Strategien während des Ost-West-Konflikts. Am Freitag, dem letzten Tag dieser umfangreichen und spannenden Woche, hörten wir im Schulgebäude einen weiteren Vortrag zum Afghanistan-Einsatz. Der Vortragende war noch 2009 in Afghanistan gewesen und erzählte uns, unterstützt von vielen Bildern, über seine Erfahrungen und Erlebnisse während seines Einsatzes. Auch dieser Vortrag trug dazu bei, unser Wissen bezüglich „Politik und Internationaler Sicherheit” zu verfestigen. Dennoch prägte das „Sammeln von Wissen” nicht primär diese Woche. Vielmehr bewegten mich persönlich vor allem die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die ich über die Woche durch Vorträge, Besichtigungen und Gespräche gemacht habe und die mein Verständnis von „Politik und Internationaler Sicherheit” erneuert haben.

An dieser Stelle muss besonders Hauptmann Hohmann, der hauptverantwortlich das Programm entwickelt hat, und den betreuenden Lehrern Herrn Grosch und Herrn Rauh gedankt werden, die alle dazu beigetragen haben, dass wir dieses großartige Projekt durchführen konnten.

Louisa Seichter, 13 d

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