Internatsschule Schloss Hansenberg

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Schule

Studienphase Q+

Wirtschaftsethik

Warum beruht unser Sozialsystem eigentlich nicht auf freiwilligen Abgaben? Was bewegt Menschen dazu, Artikel für Wikipedia zu schreiben? Warum kostet ein T-Shirt bei H&M nur fünf Euro?

Fragen wie diese waren Bestandteil des einwšchigen Projekts "Wirtschaftsethik", mit dem sich insgesamt neun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 innerhalb der Projektphase 13.3 (Q+) beschäftigen. Im Wesentlichen ging es im Projekt darum, dass sich die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss ihres Unterrichts in Politik und Wirtschaft nochmals von anderer Seite - nämlich der der Ethik - vertieft in von ihnen selbst ausgewählte Themengebiete einarbeiten konnten. Der Leiter des Projekts, Dr. Bernöster, gab den Schülerinnen und Schülern zu Anfang des Projekts neun Themen zur Auswahl, von denen sie dann jeweils alleine oder zu zweit eines aussuchten und zum Vortrag für die anderen vorbereiteten. Sie teilten sich in fünf Gruppen und entschieden sich für folgende Themenkomplexe:

Hierbei hatten sie als eine Art Vorbereitung auf das künftige Universitätsleben beinahe so viele Freiheiten, wie sie wollten: Sie konnten sich ihre Arbeitszeiten selbst einteilen und trafen sich nur einmal täglich zur Besprechung des Stands der Arbeit oder zu kleinen Vorträgen seitens ihres Projektleiters zu Themen wie der Bekämpfung von Kinderarbeit oder dem Zusammenhang zwischen ethisch gutem und wirtschaftlichem Handeln.

An zwei Tagen bekamen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich noch die Gelegenheit, mit der Bachelor- Absolventin Frau Sagasser, dem Doktoranden Herr Arnold sowie Prof. Dr. Raatzsch von der European Business School über von ihnen ausgewählte Themen zu diskutieren und sich einen Vortrag über den Manager Eid der EBS anzuhören. Dabei gehe es, so erklärte Herr Arnold, um eine Alternative zum nachträglichen Erlass von Gesetzen in Bezug auf wirtschaftlich nachhaltiges und moralisches Handeln, Vorbild sei die Konzeption des ehrbaren Kaufmanns, dessen Ideale in Nachhaltigkeit, Langfristigkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen bestünden. Wer ethische Prämissen in der Wirtschaft nämlich grundsätzlich infrage stelle, müsse sich ebenso vor Augen halten, ob eine Gesellschaft bestehend aus letztlich vollständiger Bevormundung erstrebenswert sei.

An diesem Vorbild der Eigenverantwortung orientiert stellten die fünf Gruppen am Ende der Woche die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und diskutierten, nun schon deutlich kritischer eingestellt als noch zu Beginn der Woche, über die von ihnen ausgewählten Themen.

Marcel Kahl, 13d

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