Vom 28. Februar bis zum 4. März 2005 fanden zwei Wirtschaftsplanspiele für die Klassen 11 b und 11 c im Tagungszentrum Dorfweil im Hochtaunus statt. Die Planung und Organisation übernahm die Hessische Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Politik und Wirtschaftslehrer Paul Rauh. Doch was sind das für „Wirtschaftsplanspiele“?
Oekowi ist eines der besten nationalstaatlichen Wirtschaftsplanspiele. Ziel von Oekowi ist es, die Zusammenhänge von betriebs- und volkswirtschaftlichen Entscheidungen mit steuer- und umweltpolitischen Problemen sowie demokratie- und diskurstheoretischen Erfahrungen zu verbinden.
Wiwag ist ebenfalls ein sehr bewährtes betriebswirtschaftliches Systemplanspiel. In einer Unternehmenssimulation werden betriebswirtschaftliche Kenntnisse am Beispiel der Führung eines mittelgroßen Unternehmens in einer fiktiv-realen Umwelt eines kleinen Landes vermittelt.
In beiden Spielen kommt es besonders auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen an, wie z. B. kooperative Arbeit im Team, Entscheidungsfähigkeit, Erkennen komplexer Zusammenhänge und vernetztes Denken.
Bei Oekowi wird ein Staat mit seinen Einrichtungen, Unternehmen und Haushalten simuliert. Die verschiedenen Gruppen verwalten jeweils ein Ressort, sind aber auch stark auf die Zusammenarbeit angewiesen. Kompromissbereitschaft und Flexibilität sind auch sonst immer wesentliche Erfolgskomponenten. Zudem ist eine Sonderkommission Zukunft für die Vermittlung zwischen allen Institutionen angesetzt.
Bei Wiwag geht es darum, dass mehrere Spielgruppen eine Firma mit denselben Voraussetzungen übernehmen und nun die Möglichkeit haben, dieses Unternehmen für vier Geschäftsjahre zu managen. Dabei wird versucht Umsatz, Gewinn und Marktanteil zu steigern. Zur Optimierung des Unternehmens standen diverse Maßnahmen zur Verfügung. Die Gruppen mussten z. B. entscheiden, welche Maschinen, Rohstoffe und Techniken sie anwendeten.
Beide Planspiele werden auch mit großem Erfolg in internationalen Spitzenunternehmen durchgeführt. Frei nach dem Motto learning by doing wird Wirtschaftstheorie so anschaulich vermittelt, dass der Lern- und Spaßfaktor beträchtlich erhöht wird.
Vorstellung eines Werbekonzepts (Wiwag)
| 10:00 Uhr | Ankunft in der Familienferienstätte Dorfweil |
| 10:15 Uhr | Begrüßung, Organisation des Planspiels |
| 12:15 Uhr | Einführung in die Bilanz und Produktion |
| 13:45 Uhr | Ausarbeitung der Unternehmensziele |
| 14:30 Uhr | Planung des ersten Geschäftsjahres |
| 9:15 Uhr | Wiwag-Fachtagung/Image der Unternehmen |
| 10:30 Uhr | Ergebnisse des ersten Geschäftsjahres |
| 13:30 Uhr | Planung des zweiten Geschäftsjahres |
| 16:00 Uhr | Entwicklung eines Werbekonzepts |
| 20:00 Uhr | Diskussion mit Vertretern aus der Politik: Bedeutung der Ökologie für Wirtschaft und Gesellschaft |
| 8:30 Uhr | Referent der Dresdner Bank AG: Einführung in die Betriebswirtschaftliche Kostenrechnung |
| 13:30 Uhr | Ergebnisse des zweiten Geschäftsjahres |
| 13:45 Uhr | Planung des dritten Geschäftsjahres |
| 09:15 Uhr | Ergebnisse des dritten Geschäftsjahres |
| 13:30 Uhr | Planung des vierten Geschäftsjahres |
| 15:30 Uhr | Ergebnisse des vierten Geschäftsjahres |
| 18:00 Uhr | Vorbereitung der Hauptversammlung der Wiwag-Unternehmen |
| 19:30 Uhr | Hauptversammlung, Präsentation der Geschäftsergebnisse |
| 09:00 Uhr | Abschlussgespräch und Seminarkritik |
| 11:30 Uhr | Rückkehr zu Schloss Hansenberg |
Begleitet wurden die Planspiele durch zahlreiche Freizeitaktivitäten, für die es in der Jugendherberge viele Möglichkeiten gab. So gab es neben den Aufenthaltsräumen und den Sportfeldern auch ein eigenes Hallenbad, das sich großer Beliebtheit erfreute.
Im Nachhinein war von Schülerseite nur die beste Resonanz zu hören:
Daniel Breitkreuz: „Oekowi hat mir in vielerlei Hinsicht neue Horizonte eröffnet!“
Yilmaz Üzel: „Wiwag zeigt, dass Probieren über Studieren geht!“
Mathias Arens: „Oekowi zeigt welche zentrale Bedeutung der Kommunikation zukommt.“
Christian Vandersmissen: „Wiwag zeigt nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge und vermittelt wertvolles Wissen, sondern macht auch viel Spaß!“
Dank des großen Erfolgs und des positiven Feedbacks wird das Projekt auch kommendes Schuljahr wieder durchgeführt; diesmal jedoch mit der gesamten 11. Jahrgangsstufe.
Christian Vandersmissen, Axel Löwe, Klasse 11