„Was kommt nach der Schulzeit?“– eine Frage nach der eigenen Zukunft im Studium als auch im Berufsleben, wie sie sich wohl schon fast jeder Schüler einmal gestellt hat. Wir stehen heute vor einem Dschungel an Ausbildungsplätzen und Studienangeboten und niemand weiß genau, welchen Weg er einschlagen soll, um im Berufsleben alle seine Ziele zu erreichen.
Der Workshop „Managementpraxis“ bietet uns eine Möglichkeit, diejenigen zu fragen, die ihren Weg in die Führungspositionen bereits erfolgreich gemeistert haben. Schon vor dem eigentlichen Auftakt des Workshops gab es für alle Teilnehmer eine Sonderveranstaltung im Wiesbadener Rathaus. Zwei Vertreter des ansässigen „Rotary Clubs“ hielten einen Vortrag über das Studium an öffentlichen bzw. privaten Hochschulen und die Frage, inwiefern letzteres bessere Karrierechancen bietet.
Drei Wochen später kam es dann zum wirklichen „Kick-off-Meeting“ im großen Sitzungssaal der Industrie und Handelskammer (IHK) Wiesbaden. Hierbei wurde die IHK durch Vertreter ihrer verschiedenen Abteilungen vorgestellt. Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer in drei verschiedene Workshopreihen auf.
Die monatlich stattfindenden Einzelveranstaltungen brachten uns Hansenberger mit bedeutenden Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien zusammen. Diese referierten zunächst über ihren Werdegang sowie ihre Erfahrungen zum Thema Studium und Berufsleben. Mitte März kamen wir sogar in den Genuss, uns mit der einzigen Frau im Sachverständigenrat, Prof. Beatrice Weder di Mauro, über berufliche Zukunftsvorstellungen auszutauschen. [Wirtschaftsweise Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro zu Gast beim IHK-Workshop „Managementpraxis“]
In den informativen Vorträgen wurde aber auch genügend Platz für anschließende Fragen gelassen, sodass ein sehr persönlicher Dialog zwischen Berufserfahrenen und Schülern entstehen konnte. Sei es ein Auslandsaufenthalt vor oder während des Studiums, das Studium selbst oder Fragen zum Beruf des jeweiligen Referenten – es wurde offensichtlich, die Teilnehmer des Workshops sind an ihrer Zukunft interessiert.
Ein besonderes Highlight stellte für uns der Vortrag von Dominique Döttling und Karin H. Schleines, zwei selbstständigen Managerinnen im Unternehmensberatungsbereich, dar. Beide vermittelten ein äußerst realistisches Bild davon, wie ein Leben in der Selbstständigkeit aussieht. Da man sein eigener Chef sei, könne man sich in seinem Beruf selbst verwirklichen – eine Tatsache, die wohl den größten Reiz und Spaß hierbei ausmacht. Dennoch müsse man auch Opfer erbringen: Um erfolgreich zu sein, gelte es, viel Zeit zu investieren. Urlaub oder gar eine Familie passen deshalb zumeist nicht in die Tagesordnung in diesem Beruf. Frau Döttling gab ganz offen zu, dass sie es sich persönlich nicht vorstellen könne, eine Familie mit ihrem Job zu vereinen. Insgesamt war es ein – wie schon von den vorherigen Vorträgen gewohnt – informativer, aber auch lockerer Vortrag, der angenehmerweise direkt auf dem Hansenberg stattfand. Besonders erwähnt werden sollten an dieser Stelle die IHK Wiesbaden, welche ihren großen Sitzungssaal für alle anderen Vorträge zur Verfügung stellte, sowie unsere stellvertretende Schulleiterin Frau Rita Maier, welche zusammen mit Herrn Günter Higelin den gesamten Workshop, nun übrigens schon zum fünften Mal in Folge, organisierte.
Herzlichen Dank für diesen aufschlussreichen Einblick in das Berufsleben!
Sean McGee, Klasse 12 d