Internatsschule Schloss Hansenberg

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Schule

Fächer

Kunst

Die Arbeit im Fach Kunst gliedert sich in der Oberstufe in die im Folgenden aufgeführten Halbjahresthemen auf. Dabei gelten die Angaben prinzipiell jeweils für Grundkurse (an der ISH 2 Stunden pro Woche), praktische Arbeiten und außerschulische Anteile (etwa der Besuch von Ausstellungen, Museen) nehmen noch mehr «Raum» ein.

E1: Bedeutung, Erlebnis und Funktionen von Kunst
Im Kurs der E1 stehen im theoretischen Bereich die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen verschiedener Formen der Werkanalyse und Interpretation im Mittelpunkt, die zum Verständnis sämtlicher optischer Phänomene und Werke aus den Bereichen der Bildenden Kunst (Q1 und Q4), der Bildmedien (Q2), der Architektur und des Design (Q3) unentbehrlich sind. In der ästhetischen Praxis steht die Erweiterung der Gestaltungsfähigkeiten im Zentrum des Unterrichts. Die Beschäftigung mit ästhetischen Phänomenen wie Farbe, Form, Linie, Fläche, Körper, Raum und Komposition soll hierbei sowohl als Hilfe zum Analysieren von Kunstwerken und Eigenproduktionen als auch als Hilfe beim eigenen Gestalten dienen. Thematische Schwerpunkte sind hierbei z.B.:

E2: Erschließung künstlerischer Ausdrucksformen
Schwerpunkt: Projektartige Vorhaben: «Recherche, Analyse, Dokumentation und Produktion»
In E1 kennen gelernte Methoden der Werkanalyse und Formen künstlerischer Gestaltung sollen in projektartigen Vorhaben durch vertiefte Beschäftigung - theoretisch und praktisch - eigenständig angewendet werden.
Zum Beispiel: Erarbeitung von Präsentationen in Gruppenarbeit:
Ausgehend von einem Werk aus der E1 vertiefte Beschäftigung mit Werken der gleichen Thematik, aber aus anderen Zeiten, eigene praktische Arbeit zur gewählten Thematik.

Q1: Sprache der Körper und Dinge

In der Q1 liegt der Schwerpunkt darin, am Beispiel der Malerei und Plastik wesentliche kunstgeschichtliche Positionen des 19. und 20. Jahrhunderts sowie davor kennen zu lernen, was eine wichtige Grundlage dafür bildet, zeitgenössische, aktuelle Kunst (Thema der Q4) verstehen zu können. Es geht auch darum, den Einfluss der gesellschaftlichen Bedingungen auf Künstler und Werk zu erfahren und die Widersprüche, die Bilder auslösen können, zu thematisieren und zu problematisieren. Thematisch stehen hier vor allem der Mensch und das Bild vom Menschen im Zentrum.

Q2: Sprache der Bilder - Bildmedien
Am Beispiel der Fotografie oder anderer grafischer Ausdrucksformen aus dem Bereich der Bildmedien werden Schlüsselprobleme der Bildgestaltung und Bildwirkung erarbeitet, in Anknüpfung an die Grundlagen aus E1,E2 und Q1 werden Kenntnisse und Fertigkeiten zur Analyse und Interpretation von Fotografien oder anderer grafischer Werke erworben. Theoretisch und praktisch stehen im Zentrum dieses Kurses also Fotografie, Grafik, digitale Bildbearbeitung, Film, auch die Wirkung von Bildmedien in der Gesellschaft (Werbung, Propaganda), Bildmedien in der Kunst (Video- und Computerkunst), auch Schrift und Layout als Grundlage des Grafikdesign (Entwerfen von Plakaten, Broschüren, ...).

Q3: Architektur und Design
Der Kurs der Q3 soll exemplarische Einblicke in Grundprobleme von Architektur und Design verschaffen. Hierbei werden ausgewählte historische, moderne und aktuelle Architektur- und Designobjekte thematisiert, hinsichtlich ihrer verschiedenen Funktionen und ihrer ästhetischen Wirkung analysiert, hinsichtlich des Designprozesses befragt und in kunstgeschichtliche, architektur- und designgeschichtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge gestellt. Neben der theoretischen findet auch eine praktische Auseinandersetzung statt in Form von Entwurf und Produktion von Designobjekten, architektonischen Entwurfszeichnungen und/oder dem Bau von Architekturmodellen.

Q4: Innovation und Abweichung
Inhaltlich erweitert der Kurs der Q4 die kunstgeschichtlichen Themen und Motive der vorherigen Kurse in dem Bereich aktueller Kunst und deren Theorien. Motive und Intentionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gilt es zu erkennen, zu verstehen, um schließlich auch zu reflektierten Urteilen zu gelangen. Wichtige Schwerpunktthemen sind hierbei Kunstwerke und künstlerische Aktionen wie die des Actionpainting, der Pop Art, des Environment, des Happening, der Performance und der erweiterte Kunstbegriff. Auch hier ist neben der theoretischen Auseinandersetzung die praktische Arbeit in einem der Schwerpunktbereiche gefordert.

Kunst nach 1945 ...
Kunst nach 1945 ist vielfältig, umfasst «traditionelle» künstlerische Arbeitsweisen wie etwa Malerei oder Skulptur, oft in neuen Formen, aber auch neue Kunstbereiche wie Environment, Kunst-Aktionen, Performance. Mit diesem Spannungsfeld findet eine theoretische/praktische Auseinadersetzung statt.

Kunst als Abiturprüfungsfach
Kunst kann prinzipiell in jeder Form Abiturprüfungsfach sein, schriftlich, mündlich, als fünftes Prüfungsfach auch in Form einer Präsentation, einer Jahresarbeit oder einer besonderen Lernleistung (z.B. in Form eines Wettbewerbbeitrages). Außer in der mündlichen Prüfung sind hierbei jeweils neben rein theoretischen Prüfungsaufgaben auch Prüfungen mit praktischem Anteil oder auch mit praktischem Schwerpunkt möglich.
Bei der schriftlichen Abiturprüfung kann sich jeder Prüfling aus drei Aufgaben eine auswählen.

Weitere Informationen für das Fach Kunst: Siehe unter ISH-GK-Kunst.ppt.

Beate Dryczynski

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