Simone Bender · Isabelle Fietz · Daniel Goosmann · Annette Kaiser · Ekkehard Leppla · Danièle Riedel · Rita Sauer · Tobias Schmidt · Stephan Walter
„Wer kein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Ruhezeit schafft, verliert seine Begeisterung und wird nicht weit kommen.“
Paulo Coelho, Unterwegs, Der Wanderer
„Meine Arbeitszeit ist meine Lebenszeit, daher viel zu schade, um sie mit Frust und Lange-weile zu vertrödeln.““
Ewa Woydyllo
Die offene Weite der Ostsee erfuhr ich in Danzig, der Stadt meines früheren Lebens. Ein großes Tor zur Welt öffnete sich mir in Hamburg, der zweiten Station meines Lebens. Solch immense Dimensionen, das ist wahr, hat der Rheingau – bei all seinen Vorzügen – nicht zu bieten. Doch hier in der Gegend der Weinkultur finde ich etwas, das aufwiegt, was mir die früheren Orte so erstaunlich und wichtig machte: Menschen nämlich, meine SchülerInnen und Kolleginnen auf dem Hansenberg, die mir ans Herz gewachsen sind.
Die faszinierende Gemeinschaft mit diesen Menschen, die Fülle an spannenden Themen und Projekten, mit denen wir uns gemeinsam beschäftigen, verwandeln für mich bloße Arbeitszeit in mehr, viel mehr: in eine glückliche und erfüllte Zeit.
Seit 2003 bin ich auf dem Hansenberg als Sozialpädagogin tätig und gestalte in einem multiprofessionellen Team den Alltag des Internatslebens mit.
Besonders geschätzter Wegweiser in der Praxis ist mir das ganzheitliche pädagogische Konzept unserer Internatsschule.
In der individuellen wie gruppenbezogenen Begleitung unserer Jugendlichen steht bei mir in einem ganz praktischen Sinne die im sozialen Miteinander wesentliche Ich–Wir–Balance im Mittelpunkt; Ziel ist dabei neben der notwendigen Klärung der Sache die gleichzeitige Stärkung der Menschen als Einzelnen und als Gruppe.
Bei aller hier auf dem Hansenberg weit verbreiteten Intellektualität, dem uns manchmal erfassenden „Höhenrausch“, halte ich eine starke Prise bodenständiger Lebenstüchtigkeit für unverzichtbar. Nie werde ich müde, unserer Schülerschaft den Sinn der alltäglichen Ordnung, Systematik und Hygiene zu predigen, auch wenn manchen diese Aspekte des Zusammenlebens banal erscheinen. Dabei ist es mir wichtig sie zu einer gesundheitlich wichtigen Arbeits- und Ruhezeit – Balance heranzuführen.
Weil zur lebenspraktischen Bildung ein entsprechendes Ambiente gehört, kümmern sich unsere SchülerInnen, dabei die Hausmeister unterstützend, um die reizvolle Umgebung unserer Schule, die uns zugleich Lebensort ist. Die Servicegruppe Campus zu leiten bereitet mir dabei besondere Freude.
Die Zeit lässt sich bekanntlich nicht aufhalten. Doch ich kann sagen: Auf dem Hansenberg bleibe ich geistig jung und aktiv, weil ich mit Herz und Seele dabei bin.
Persönliche Angaben:
Geboren 1965 in Gdingen / Polen
Verheiratet, ein Kind
Berufstätigkeit
| 2001 – 2003 | Pädagogisch – beraterische Familienbegleitung, Jugendamt Hamburg |
| 1997 – 2000 | Studentische Sozialbegleitkraft in der psychiatrischen Abteilung, AK Bergedorf Hamburg |
| 1997 – 1999 | Praktikumsprojekt: Kinder- und Familienbegleitung, Universität Hamburg |
| 1988 – 1989 | Erzieherin, Internat für Gehörlose, Polen |
| 1984 – 1989 | Lehrerin, Grundschule, Polen |
| 1984 – 1989 | Erzieherin bei Ferienfreizeiten |
Ausbildung
| 1999 – 2003 | Qualifizierung in pädagogischer Beratung, Universität Hamburg, Hamburger Institut für pädagogische Beratung und Supervision |
| 1994 – 2001 | Studium der Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg, Diplom |
| 1994 | Studienkolleg Hamburg, Abitur |
| 1984 – 1986 | Fachschule für Lehrerausbildung, Danzig |
| 1984 | Abitur in Polen |
Sonstige Tätigkeiten
| 1998 – 2000 | Durchführung des Projektes „Kinder philosophieren“ |
| Seit 2005 | ehrenamtliches Engagement im Vorstand des deutschen Kinderschutzbundes im Rheingau |