Drei Jahre ist es jetzt her,
als der Abschied näher rückte,
man wusste nicht, was wär’,
wenn der Start am Internat missglückte.
Man trennte sich vom Alten,
um Aufregung zu finden im Neuen.
Als die Zeit kam, bebte Begeisterung.
Voller Tatendrang pulsierte Leben.
Was vorher ein wahrer Schemen,
so nun schillernd Farbenwelt.
Freunde kamen, die Zeit verging,
als man sich verfing im Internat.
Notendurst und Leistungsdruck
erstickten fast, was da begann.
Doch wenn man sich nur besann,
was einem gegeben, was noch zu erleben,
hielt man durch, verzagte nie.
Die Jahre kamen, veränderten uns,
man fand seine Ordnung, Routine dann.
Mal beflügelt im Lebensdrang,
mal am Boden niederkniend.
Dabei fand man sie.
Menschen, denen man vertraut.
Menschen, die, war der Weg verbaut,
Trost spendeten, Mut gaben.
So erfuhr man, was es heißt,
wenn der wahren Freundschaft waltet.
So erfuhr man, was man sucht und dass man will,
dass ein solches Band nie erkaltet.
Allein das Wissen um diese Freunde,
macht uns stark, denn die Zuversicht,
dass diese uns nicht verloren gehen,
ist wie ein eigenes Licht,
das nun hell den Pfad erleuchten wird,
auf den uns das Schicksal führt.
Freunde gingen, drei Jahre vergangen,
ein neuer Abschied ist gekommen.
Vielleicht der schwerste, den wir je begangen.
Weinen ist da wohl nicht verkehrt,
aber denken wir daran, dass das Leben lehrt,
dass Stuf’ um Stuf’ und Schritt um Schritt,
man wandelt auf des Schicksals Wegen.
Und Ruf um Ruf wir dem entgegengehen.
Begleiten wird uns ein Stück dieses Lichts,
das wir in den Menschen hier entfachten,
in der Zeit, als wir mit ihnen lachten,
weinten, ihnen unser Leben verschrieben,
auf dass wir sie nie verlieren.
Tim-Patrick Limmer, 13. Klasse (2006/2007)