Soziale Dienste haben einen hohen Stellenwert an der Internatsschule Schloss Hansenberg. So kommt es, dass jeden Mittwoch der Nachmittagsunterricht ausfällt, um gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Von Schülerhilfe bis Campus, von Nachbarschaftsbetreuung über den internen IT-Support reicht die Palette der Service Gruppen, kurz SG. Im ganzheitlichen Konzept des Hansenberg werden nicht nur Kenntnisse in den unterschiedlichsten Schulfächern vermittelt, sondern auch Sozialkompetenz geschult. Die SGs sind das Ergebnis dieser Überlegung: In ihnen leistet ein jeder Schüler einen kleinen Beitrag zum Funktionieren des Zusammenlebens auf dem Hansenberg.
Viele Aufgaben, wie Laub rechen, erscheinen nicht als Beitrag zum geordneten Leben auf dem Hansenberg, sind jedoch essentielle Dienste, die hier zu verrichten sind. Nicht immer bereiten sie große Freude, wie zum Beispiel die Mülleimer auszuleeren, doch man stelle sich vor, keiner würde es tun, was einfach nicht vertretbar ist.
Trotz manchmal auftretender Abneigung gegen die Aufgaben werden sie doch immer zufriedenstellend erledigt, denn am Ende kann man immer sehen was man durch seine Arbeit geleistet hat: Wenn das Laub von der Schlossterrasse entfernt ist, die interne IT-Technik wieder oder noch besser funktioniert, die Schlossparty am Wochenende ein voller Erfolg war, eine Nachhilfeschüler nach vielen Erklärungsversuchen die Aufgabe nun endlich vollständig verstanden hat, in der Bibliothek wieder Ordnung herrscht, die Schauspieler im Theater genau im richtigen Licht standen, dann kann man sagen, dass die SGs ein voller Erfolg sind und den Schülern, meistens jedenfalls, sehr viel Spaß machen!
Wenn man genau darüber nachdenkt, kann man sich ein Leben am Hansenberg ohne die Servicegruppen nur schwerlich vorstellen. Aus rein ökonomischer Sicht wäre dazu zu sagen, dass eine Abschaffung der SGs mit einer Verpflichtung von zusätzlichen Arbeitskräften und deswegen auch mit mehr Personalkosten verbunden wäre. Dieses Geld würde dann uns nicht mehr zu Verfügung stehen, wir könnten keine neuen Fußbälle, kein neues Tennisnetz kaufen, oder auch wichtige Bücher nicht anschaffen können. Im Endeffekt kann man also sagen, dass wir diese Servicegruppen nicht nur für die Schulleitung oder für die Sozialpädagogen machen, sondern auch für uns, die Schüler!
Yannick Lockner, 11a (2008/ 2009)