Internatsschule Schloss Hansenberg

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Die erste Woche am Hansenberg

Die Gefühle beim Verlassen meiner gewohnten Umgebung waren sehr gemischt. Natürlich dominierte die Freude auf viele nette Leute, eine neue Schule und insgeheim auf ein Leben ohne Eltern. Gleichzeitig begann ich sie bereits zu vermissen, dachte an meinen Freundeskreis, den ich zurückließ und bekam Angst vollkommen falsche Vorstellungen zu haben.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Herbst und die Vorstellung der Sozialpädagogen und Mentoren begannen meine sieben Mitbewohner und ich den Einzug. Dies verlief allerdings anders als wir uns das vorgestellt hatten. Nicht die Umzugskartons und Koffer versperrten uns den Weg durch unsere eigene Wohnung, vielmehr die gefühlt 150 Mitschüler, deren Namen man sich in den meisten Fällen nicht länger als 30 Sekunden merken konnte. Aufgrund der vielen netten Gespräche und all der Antworten auf unsere Fragen verging die Zeit wie im Flug und um 22:00 Uhr waren wir schließlich unter uns. Erst jetzt konnten wir uns in Ruhe unterhalten, doch die eine Stunde, die wir noch hatten, bis wir in unseren Betten liegen sollten, reichte bei weitem nicht für all den Gesprächsstoff und das Auspacken

Der erste Morgen in der Schule begann mit einer Schülervollversammlung, bei der wir erneut begrüßt wurden. Die ersten Schulstunden unterschieden sich kaum von anderen Schulen, die Lehrer stellten sich und ihr Fach vor, erklärten das Notensystem und baten um eine Vorstellungsrunde, was mir dabei half, immerhin die Namen meiner Klassenkameraden zu lernen. Da jeder Schultag der ersten Wochen so aufregend und anstrengend war, merkte ich kaum, wie sich mein Tages-Rhythmus langsam einpendelte, ich das System der Arbeits- und Servicegemeinschaften verstand und immer mehr Gesichter einem Namen zuordnen konnte. Etwas länger wird es jedoch dauern, bis ich mich mit dem Samstagsunterricht und morgendlichem Anstehen für Frühstück anfreunden werde. Bisher konnte ich noch keinen Fortschritt erkennen und ermutigende Kommentare wie: „Daran gewöhnt man sich auch in zwei Jahren nicht“, lassen meine Hoffnungen nicht gerade explodieren.

Der absolute Höhepunkt der ersten Woche war selbstverständlich das Wochenende mit der ersten Schlossparty. Das Tanzen zur lauten Musik tat nach den stressigen Schultagen gut und der darauf folgende Sonntag, welcher mit langem Ausschlafen und brunchen verbunden war, rundete meine erste Woche auf der Internatsschule Schloss Hansenberg ideal ab.

Leon Sänger, E1

Schülercollage

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